Chakren – Verbindung zu meinen Lieblingsfarben?! (Pt 3)

Über das Chakren-Thema zu schreiben wurde ursprünglich von einer Frage der Corontäne-Frageliste inspiriert: „Hast du Lieblingsfarben und ja, welche und warum?“ Intensive Farben und Farbverläufe haben mir seit jeher Freude gemacht. Eine elegante Grau-Beige-Mischung oder Schwarz-Weiß-Kombination – nein danke! Als ich mich letztes Jahr mit dem Schema der Chakren auseinandersetzte, gefiel mir auch dort sofort die Farbabfolge, die mit den Chakren verbunden wird.

Wisst ihr, was Chakren sind und woher sie kommen? Ich kannte bis vor Kurzem nur ein Bild von einem Yoga-Buch-Cover meiner Mutter, auf dem die Chakren als bunte Punkte entlang der Wirbesäule einer meditierenden Person abgebildet waren. Dieser Link leitet euch zu einem Post weiter, in dem ich die Geschichte und Funktionsweise der Chakren recherchiert habe und und dieser Link führt zu einem Post in dem ich Nutzungsweisen zeige, die mit meinen wissenschaftlichen Standards übereinstimmt und mir schon viel geholfen haben.

Ich habe mich zur Beantwortung der Frage aus der Corontäne-Liste deswegen wieder an die Chakren erinnert, weil ich hier an meinen Farb-Vorlieben etwas Interessantes beobachten konnte. Meine Lieblingsfarben kamen in Phasen und diese Phasen lassen sich überraschend passend auf den Farbverlauf der Chakren und deren assoziative Aspekte anwenden! Was sind die Zusammenhänge meiner Lieblingsfarben und der Chakren und warum existiert dieser Zusammenhang?!

Kurzabriss des 7-Chakren-Systems zur Erinnerung

In der „westlichen Welt“ wird das 7-Chakren-System das am weitest verbreiteten. Es ist das Ergebnis von einer mehr oder weniger akkuraten Übersetzung (1918) von einem Text aus 1577, welcher wiederum eine Abwandlung der ursprünglichen hinduistischen und später buddhistischen Texte war. Mit jedem Chakra wird ein Bereich der menschlichen Lebenserfahrungen assoziert. Diese stellt man sich an bestimmten Stellen des Körpers vor, die assoziativ am besten zu dem Lebensbereich passen.

7. Kronen-
Chakra: Spiritualität + höheres Ich

6. Drittes Auge
Chakra: Intuition & Wahrnehmung

5. Kehl-Chakra: Kommunikation & authentischer Selbstausdruck

4. Herz-
Chakra: Beziehungen zu sich selbst und anderen

3. Solarplexus-
Chakra: Innere Welt der Gedanken/Glauben, Durchsetzungskraft

2. Kreations-Chakra: Innere Welt der Emotionen, Sexualität und Kreativität

1. Wurzel-Chakra: Verbindung zu allem Irdischen, Festen und Sicheren

eigene Zeichnung

Ein kurzer Überblick über meine Lieblingsfarben:

Als Kind gefiel mir die Farbe Gelb am meisten, da sie für mich Sonnen- und damit pure Lebenskraft ausstrahlte, die ich hemmungslos in mir aufsaugen und zurückstrahlen konnte. Ab der fünften Klasse machte mich die Farbe Orange neugierig. Ich fand sie nicht besser oder schöner als andere Farben, doch Gelb war mir jetzt zu grell und intensiv und Orange erschien mir auf irgendeine Weise reifer oder die passendere Wahl für den Moment. Mit 14 oder 15 Jahren „rutschte“ mein Farbgeschmack weiter das Spektrum hinab – alles Rot. So wie das Gelb es für mich bedeutet hatte, war Rot war jetzt eine Farbe, die ich überall um mich herum haben wollte. In diesem Fall gab mir das tiefe Rot Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit. Ich strich Wandteile in meinem Zimmer rot, hatte rote Bettwäsche und Zierkissen, lieh mir von Mama kleine rote Teppiche zur Dekoration und so weiter. Meine liebste Farbkombination war zu der Zeit Dunkelrot und Dunkelblau. Als junge (Fast-) Erwachsene sah ich dann plötzlich überall Violett und es faszinierte mich genauso wie Orange es vorher getan hatte. FunFact: Es war auch das erste mal, dass ich violette Kleidungsstücke oder Gegenstände besaß. Blau und Grün waren für mich wie Wasser und Pflanzen einfach da, schön und bildeten den Hintergrund vor dem andere Farb-Spektakel stattfanden.

Warum Chakren und die Farben zusammenbringen?

Die erst spät zu den Chakren ergänzten Farben wurden von wissenschaftlichen Erkenntnissen über das sichtbare Licht abgeleitet. Schickt man „weißes“ Licht, wie Sonnenlicht durch ein Prisma, dann wird das Licht aufgebrochen, wobei unterschiedliche Wellenlängen unterschiedlich stark gebrochen werden. Was wir anschließend sehen ist ein Farbspektrum. Im Jahr 1676 wies Sir Isaak Newton experimentell und theoretisch diese Zerlegung des „weißen“ Lichts in sieben unterschiedliche Farben nach. Interessanter Weise ergänzte Newton die ursprünglichen fünf Farben (Rot, Gelb, Grün, Blau, Violett) um Orange und Indigo nur auf Grund der starken Symbolwirkung der Zahl 7. 7 Weltwunder; 7 Zwerge; 3-faltigkeit Gottes + 4 irdische Elemente = 7 Verbindung von Irdischem und Seele; 7-tägige Schöpfungsgeschichte. Inspiriert wurde er zu dieser Entscheidung durch den Pythagoreismus (Philosophie-Schule des Pythagoras, die auf Mathematik und Mystik basierte und viele Philosophen wie Aristoteles und Platon beeinflusste). Auch im alten Griechenland war die Zahl 7 bedeutungsvoll, es gab zu der Zeit nur 7 Himmelskörper sowie 7 natürliche Musiknoten und da Pythagoras glaubte, dass es einen Zusammenhang zwischen Musik und Farben gab, gab es nun auch 7 Farben.

Im Farbspektrum gilt: je kürzer die Wellenlänge, desto höher die Frequenz und die Energie, die ein Lichtquant in sich trägt. Dabei hat Rot die niedrigste Frequenz und Violett die höchste Frequenz des sichtbaren Lichts. Die Zuordnung der Farben auf die Chakren wurde so gewählt, dass die Frequenz der Farben der relativen Entwicklungsstufe der Chakren entspricht. Die Farbe mit der geringsten Frequenz ist Rot und wurde daher dem grundlegenden und eher primitiven Wurzel-Chakra zugeschrieben. Anschließend folgen aufsteigend Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Da das Kronen-Chakra das einzige ist, welches außerhalb des menschlichen Körpers liegt, wird dem auch oft Weiß (die Gesamtheit des Lichts), Gold oder das nicht sichtbare ultraviolette Licht zugeschrieben.

Die Geschichte meiner Lieblingsfarben im Zusammenhang mit den Chakren.

Über das Chakra-System kann man widerspiegeln oder ausdrücken, welche Bereiche im Leben im Moment in Relation zur Situation und Person stark, schwach, zu stark oder zu schwach ausgedrückt werden. Warum in den jeweiligen Bereich bestimmte Eigenschaften oder Präferenzen dominant sind, kann über die Chakren nicht geklärt werden, denn dazu müsste man ein anderes Werkzeug zum Selbst-Reflektieren wählen (-> Persönlichkeitstests etc.).

Als Kleinkind war ich wie viele unbedarft und einfach Ich (wie die meisten). Meine Familie ließen mich Ich sein und meine Umwelt hatte mich in meiner Persönlichkeitsbildung noch nicht stark beeinflusst. Bei mir drückte sich das durch eine gute Portion Intensivität, Tatendrang, Altklugheit, Selbstbestimmtheit, wie auch Bestimmen-Wollen aus. Zu der Zeit war also auf jeden Fall mein Solarplexus-Chakra stark. Und meine Lieblingsfarbe … war passender Weise Gelb – ungehemmte Annika-Lebenskraft.

Irgendwann kam dieses Persönlichkeitsentwicklung-beeinflussende Feedback durch Außenstehende aber natürlich doch. Bei mir startete das in den ersten vier Jahren der Schulzeit. Mit der gleichen Intensität, die ich vorher ausgedrückt hatte, interpretierte ich nun auch die Aussagen und Reaktionen, die ich in anderen zu mir auslöste. Das Feedback bezog ich auf meinen „Beitrag zur Gesellschaft“ und auf eine Bewertung als Schülerin. Als ich in diesem Kontext einige Kommentare und dann vor allem meine Realschulempfehlung anstatt der angestrebten Gymnasialempfehlung als Feedback dafür interpretierte, dass meine Art bei Fremden nicht gut oder gut genug ankam, begann ich es an mir zu verurteilen. Zusammen mit den anderen Kommentaren sah ich nun meine selbstbestimmte Seite als „Oberlehrerin“, „zu laut/doll“, „unüberlegt“, „nicht gefühlvoll genug“ und „unreif“. Gelb war also out – pure, ungefilterte Lebensenergie war nicht gut genug! Ich erinnere mich, wie ich in den ersten drei Jahren des Gymnasiums in einem internen (völlig unbewussten) Konflikt zu meiner extrovertierten Seite stand und mehr als zuvor in meiner inneren Gefühlswelt unterwegs war (ich war vor allem Zuhause aber meist noch immer „Ich“). Neben meinem starken Fokus auf meine eigenen und empathischen Gefühle, wurde ich in der Zeit auch zu einem Teenager. Mein Kreations-Chakra schien erwacht zu sein. Erinnert ihr euch, was nach Gelb meine Lieblingsfarbe war? Jab, Orange.

Als vollwertiger Teenager lernte ich, wie jeder andere Teenager auch, die Welt weiter und bewusster kennen, wobei ich immer noch alles ziemlich ernst und mir zu Herzen nahm – mit allem Guten und Schlechten, den eigenen Abgründen und Potentialen zum Bösen oder Unmoralischem. Dazu entwickelte ich in der Zeit, wie in anderen Texten bereits beschrieben, meine Angst-/Panikstörung, also nicht die Angst sondern die gestörten Verhaltensweisen als Antworten auf die Ängste. Wenn die Angst Überhand nahm, schwand meine stabile Verbindung zur Realität und meine Wahrnehmung von irdischen Fakten oder körperlichen Ist-Zuständen wurde verzerrt. Ich war also nicht geerdet und agierte aus einem flatterigen Zustand des panischen Denkens und Fühlens heraus. Da der Mensch immer nach Balance strebt, beruhigte mich die Farbe Rot bzw. eher ein sehr dunkles Rot. Im 7-Chakren-System steht das rote Wurzel-Chakra passend dazu für ein Gefühl von Erdung, körperlicher Vitalität, Sicherheit und Urvertrauen!

Mit den ganz normalen „Ups and Downs“ des Lebens und meiner psychisch ungesunden Lebensweise sorgte ich bald für beträchtlich dunkle Momente, die man auch „Dark Nights of the Soul“ nennt (kenne kein deutsches Äquivalent). Sie ließen mich einige spirituelle Richtungen erkunden. Existenzielle Fragen wurden immer wieder angegangen, die eigene Dunkelheit sowie die der Welt wurde erforscht/getragen und ich stellte, wie es nicht untypisch für mein Alter war, all die Fragen um Sinn und Bestimmung im Leben. Man könnte also sagen, dass ich eine bewusste Verbindung und ein bewusstes Verständnis zu Spiritualität, welches vom Kronen-Chakra dargestellt wird, aufbaute. Und was habe ich am Anfang dieses Textes über diese Zeit erzählt? Ich sah plötzlich über all Lila / Violett und fühlte mich das erste mal (Rosa und Lila waren für mich bis dato „Tussi-Farben“ gewesen) zu violetten Kleidungsstücken und Gegenständen hingezogen. Ich war in den Chakren also von einem Ende des Spektrums zu seinem gegenüberstehenden Extrem gewandelt.

Für das Herz-Chakra mit der Farbe Grün sowie das Kehl-Chakra mit der Farbe Blau brauchte ich scheinbar keine symbolische Verstärkung durch Farben. Meine Familie war zwar intensiv, aber funktionsfähig und liebevoll. Kommunikativ war ich von Geburt an und meine Kommunikationsfertigkeiten wurden weiter unterstützt sowie durch mich trainiert.

Im Moment liebe ich alle Farben. Besonders präsent sind dennoch immer noch Dunkelrot, dazu Gold (mein neues Gelb) und Dunkelblau, beziehungsweise Indigo (Dritte Auge Chakra). Und bei euch?

Wie können meine Farbvorlieben so gut zu den Bedeutungen und Bereichen der Chakren passen?

Dass meine Lieblingsfarben ungefähr zur Abfolge und zu den Eigenschaften der Chakren passen, ist meiner Meinung nach kein Zufall, aber auch nicht durch Magie oder Mystik zu erklären. Das 7-Chakren-System ist das Ergebnis von vielen Menschen, die, bedingt durch ihre sich annähernden Kulturen und allgemeinen menschlichen Eigenschaften, mit ähnlichen Symbolen und Verortungen gearbeitet haben. Diese vielen Menschen haben über die Zeit (hier: im Rahmen der Aufklärung und Globalisierung) verschiedene Einflüsse auf einen gemeinsamen Nenner heruntergebrochen. Je stärker man Teil dieses Wirkungssystems ist, desto mehr wird man mit einem Produkt dieses Wirkungssystems (hier: dem 7-Chakren-System) anfangen können.

Bei dem Prinzip des „Sich-gegenseitig-unbewusst-und-auf-Distanz-beeinflussens/synchron-verhaltens“ sehe ich einen Vergleich zu einem Phänomen aus der Quantenphysik, auch wenn diese ein kompliziertes und stark diskutables Thema ist. Hier gibt es dafür den Begriff der „Verschränkung“ oder im Englischen das Wort „entanglement“. In der Quantenphysik nennt man etwas einen „verschränkten Zustand“, wenn zwei Teilsysteme miteinander wechselwirken (z. B. Photonen miteinander kollidieren), und es danach verschiedene, aber aufeinander abgestimmte Möglichkeiten gibt, wie sie sich weiter verhalten (z. B. in welche Richtung Photonen nach dem Zusammenstoßen weiterfliegen). In diesem Beispiel beeinflussen sich die Eigenschaften der Photonen also nach der Kollision auch noch dann gegenseitig, wenn sie schon wieder weit von einander entfernt sind.

Übersetzt man diesen Prozess dilettantisch in unser Miteinander im Leben, dann können wir manchmal solche beeinflussenden Wechselwirkungen und anschließenden Nachwirkungen wiedererkennen, auch wenn deren Ursprung oder Verlauf nicht immer leicht nachvollziehbar ist. Da ich mit den westlichen Vorstellungen der Farben und Psychologie „verschränkt“ war/bin und dies auf das 7-Chakren-System übertragen wurde, ist es nur logisch, dass ich auf ähnliche oder verwandte Ergebnisse komme, ohne mich mit anderen Menschen oder Informationen abgesprochen zu haben. Soweit zu meiner Theorie.

Habt ihr auch eine „Farb-Geschichte„? 🙂

Grüße, Annika

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